Erfrischung an lauen Sommerabenden

Ein kühles Bier nach der Arbeit im Biergarten, im eigenen Garten oder auf der Terrasse, wer gönnt sich das nicht das ein oder andere Mal? Ob mit oder ohne Alkohol, Bier ist ein Getränk, das die Deutschen lieben. Doch was ist drin im kühlen Blonden? Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516, das maßgeblich für jedes hier gebraute Bier gilt, dürfen nur die folgenden Inhaltsstoffe verwendet werden:

  • Wasser
  • Hopfen
  • Malz
  • Hefe

hopfen-knospenNichts anderes darf drin sein im flüssigen Gold. Und auch die Qualität der vier Zutaten muss hochwertig sein, da sollte der Brauer keine Kompromisse eingehen, sondern auf gute Ausgangsstoffe achten. Chemische Zusätze, Aromen, Geschmacksstoffe, all dies hat im hiesigen Bier nichts zu suchen. Zwar wurden laut einer Untersuchung des Münchner Umweltinstituts in einigen deutschen Bieren Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat gefunden. Doch ob diese geringen Mengen in der Tat krebserregend sind, bleibt noch zu untersuchen, darüber streiten sich Fachleute. Glyphosat ist in sehr vielen Lebensmitteln zu finden, nicht nur in Bier, sondern auch in Milch und Getreide. Sie ist die Chemikalie, die auf deutschen Äckern am häufigsten verwendet wird. Auch regional gibt es Unterschiede, so wird das Unkrautvernichtungsmittel im Norden und Osten Deutschlands häufiger verwendet als in Süddeutschland. Auch die Untersuchung belegt dies, wobei die Konzentrationen, die gefunden wurden, in allen Fällen sehr niedrig sind. Doch einmal abgesehen vom Gesundheitsrisiko für den Menschen ist die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft durch großflächigen Einsatz von Glyphosat gefährdet. Außerdem könnten Pflanzen durch den Einsatz auf Feldern Resistenzen gegen den Stoff entwickeln und sich „Superweeds“ bilden, die nicht mehr bekämpft werden können, was eine Katastrophe für Bauern bedeuten würde.

Doch noch ist es nicht so weit und wird hoffentlich nie so weit kommen, wenn der gesunde Menschenverstand die Geschicke leitet. Dann bleibt auch die Artenvielfalt gewahrt, nicht nur auf den Feldern.

Fast 5.000 Biermarken stammen aus Deutschland

bier im glas mit schaumEs gibt hierzulande knapp 5.000 unterschiedliche Biermarken, das ist eine ganz schöne Menge. Der unverwechselbare Geschmack eines jeden Bieres entsteht beim Brauprozess, der von vielen Brauereien auf dem allerneuesten Stand der Technik betrieben wird, und das nach uralten Rezepturen. Eine Mischung aus Tradition und Fortschritt also, die stets zum Ziel hat, beste Bierqualität zu liefern. Dabei ist Bierbrauen keine leichte Aufgabe, sondern vielmehr eine Kunst, die viel Erfahrung, Übung und Fingerspitzengefühl benötigt.

Biersommeliers unter sich

zapfanlage-bierBier ist damit längst kein Getränk für untere Schichten, vielmehr sorgt es jährlich immer wieder für Treffen von Biersommeliers in Brauereien, die Biere der exquisitesten Geschmäcker aus edlen Bierzapfanlagen in sich vereinen und krieren. Dabei spielt nicht nur der Geschmack eine Rolle, auch die Farbe in extra Biergläsern und der Geruch sind maßgeblich für eine Wertung. Wer sich einmal selbst als Biersommelier versuchen möchte, kann beim Profi eine Verkostung aus der Zapfanlage buchen, es gibt deutschlandweit unterschiedliche Brauereien, die solche Lehrgänge anbieten. Abgeschlossen wird – wenn schon, denn schon – mit Diplom.

Feiern vom Fass

Soweit bestens geschult, ergibt sich die Frage: Was tun, wenn man sein liebstes Bier herausgefunden hat? Zusammen macht das Verkosten am meisten Spaß und wenn dann eine Party ansteht, kann man sein Wissen mit Freunden teilen. Doch damit keiner auf dem Trockenen sitzt – das wäre doch zu schade! – kann man in der Vorbereitung entweder unzählige Kisten schleppen oder aber man reicht Bier vom Fass.

 

Viele schwören darauf, dass Fassbier besser schmeckt als solches aus Flaschen (von Dosen ganz zu schweigen, doch diese sind ohnehin aus Umweltschutzgründen aus vielen Regalen verschwunden). Das Fass oder die Fässer kann man dann bei der Lieblingsbrauerei ordern und sich liefern lassen. Sollte es öfter Anlass für eine Feier geben, kann sich die Anschaffung einer Zapfanlage lohnen. Es gibt hier viele unterschiedliche Bierzapfanlagen. Somit steht dem feucht-fröhlichen Empfang vieler lieber Gäste rein getränketechnisch nichts mehr im Wege.

Kaffee – für viele ein Lebenselixir

coffe-day  Kaffee, wohin man schaut, die Deutschen lieben ihr in der Kaffeemaschine zubereitetes Getränk, ob heiß oder kalt, mit Milch oder ohne, zuckerfrei oder gesüßt. Überall gibt es ihn zum Mitnehmen, wenn man durch die Stadt von Termin zu Termin hetzt. In den 80er Jahren gab es Kaffee aus der Kaffeefiltermaschine, präsentiert vom Melitta-Mann (Kult!), da ging alles noch etwas gemächlicher vonstatten.

Inzwischen haben sich auch viele Freizeit-Baristas eine Siebträgermaschine angeschafft. Es gibt sie für normalen Kaffee ebenso wie für Espresso, um das italienische Flair nach Hause zu holen. Wenn es einmal nicht to go sein soll oder muss, dann kann man eine Tasse Kaffee am besten daheim genießen. Viele starten nur mit Kaffee gut in den Tag, eine oder zwei Tassen müssen es dabei schon sein, bevor der Tag so richtig beginnen kann. Das Geheimnis des Kaffees, ist er doch eine Spezialität, die viel Faszination ausübt.

Barista als Ausbildungsberuf? Wann ist es auch hierzulande endlich soweit?

kaffe-filterKaffee ist eine Wissenschaft für sich, da fachsimpeln die Kaffeejunkies, was das Zeug hält. Zwar gibt es in Deutschland noch keinen angesehenen Ausbildungsberuf, die Branche bemüht sich jedoch darum, wie in anderen Ländern auch (z.B. in Australien, wo Baristas Stars sind) anerkannt zu werden. Ausbildungswillige würden dann in Sachen Mahlung, Herkunft, Geschmackseigenschaften, Ernte und Röstung der Bohne sowie Geschmäcker der unterschiedlichen Milchsorten geschult – das ist weit mehr als nur schnödes Kaffeekochen! Bislang darf sich in Deutschland jedoch noch jeder Barista nennen, da diese Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Kaffeebegeisterte bemühen sich europaweit darum, einen Standard für die Ausbildung an der Kaffeemaschine zu schaffen.

Prinzip von Siebträgermaschinen

siebträgermaschine-kaffeeDie ursprünglichste Art, Kaffee zu kochen, ist die mittels Druck und Wasserdampf. Heutzutage funktioniert dies mit Siebträgermaschinen. Dabei wird das erhitzte Wasser durch das Kaffeepulver gepresst. So entsteht nebenbei auch noch eine typische Crema, die Schaumkrone auf dem fertigen Kaffee. Siebträgermaschinen gibt es viele, sie alle funktionieren vom Grundprinzip her gleich, und zwar mit Wassererhitzung und Druckaustausch. Dieser Druck wird entweder von einer elektrischen Pumpe erzeugt oder manuell ausgeübt (indem ein Hebel bedient wird). Vor allem auf letztere Zubereitungsart schwören viele Liebhaber. Denn: Die dosierbare Stärke des Drucks kann unterschiedlich viel Crema produzieren und wirkt sich sogar auf den Geschmack aus. Wer es nicht so professionell braucht, dem sei eine Siebträgermaschine mit Pumpe ans Herz zu legen. Hier ist ein Druck von 9 bar voreingestellt und das Wasser wird auf 90-95 Grad erhitzt.

Vorgehensweise

Der gemahlene Espresso wird mit einem sogenannten Tamper im Siebträger festgedrückt, das dient dazu, dass das Kaffeemehl nicht verwirbelt wird, wenn der Wasserdruck auf es einschießt. Mit einem Bajonettverschluss ist der Siebträger an der Maschine befestigt und hält so dem Wasserdruck stand. Das Ergebnis ist wunderbar duftender Espresso, der den Raum erfüllt.

Handmade coffee: alles andere als old-school

Andere Kaffeetrinker wiederum schwören auf Kaffee, der nicht voll- oder halbautomatisch, sondern von Hand zubereitet wurde. Dabei gibt es vier Schritte zum feinen Kaffee:

  • Wassertemperatur muss in jedem Fall unter 100 Grad liegen, am besten zwischen 92 und 96 Grad
  • Kaffee immer frisch mahlen – damit bleiben ätherische Öle und Aromastoffe im Kaffee und verflüchtigen sich nicht in die Umgebung
  • Bestes Verhältnis von Wasser und Kaffeepulver beachten
  • Mahlgrad ausprobieren – und den besten dann im Gedächtnis behalten!
  • Genießen

Für welche Art der Zubereitung man sich auch entscheidet, ob man Kaffee unterwegs genießt, auf dem Weg zum Büro, im Lieblingskaffee oder daheim auf der Couch mit der besten Freundin Kaffeeklatsch hält – dieses wunderbare Getränk eignet sich als idealer Begleicht für immens viele Gelegenheiten.

Sommerblumen für Hund und Mensch

schnittblumen-blumenkorbAuch, wenn der Frühsommer nicht für alle Heuschnupfengeplagten eine Wohltat ist, die überall sprießenden Blumen erfreuen doch jeden. Eine Blütenpracht, wohin das Auge blickt. Auch in der Stadt sind viele Grünflächen dank fleißiger Gärtnerhände mit Sommerblumen bestückt. Da kann man sich in der Mittagspause im Park entspannen oder einen Sonntagsspaziergang machen.

Eine Auswahl der aktuellsten Sommerblumen ist nachfolgend zusammengefasst:

  • Sie ist extrem wetterfest und ein robuster, mehrjähriger Kamerad. Auch halbschattig wächst und gedeiht sie. Die Farben sind intensiv und knallig, ob in Kasten, Beet oder Blumenkübel.
  • Es gibt die Petunie in bunten Farbmixes, die einen nur so anstrahlen. Sie eignet sich in der Hängevariante für Ampeln und Kästen. Es gibt sie in Gelb, Rosa, Rot, Orange und auch innerhalb einer Blüte gemixt, ein kleines Feuerwerk der Farbenpracht.
  • Schwarzäugige Susanne. Dieses Blumen-Klettergewächs hört sich nur für den ersten Moment gefährlich an. Der Kontrast zwischen Schwarz und Orange ist ein Hingucker. Sie wächst schnell und ist ein Dauerblüher, dabei anspruchslos und kann entweder als Kletter- oder als Hängepflanze verwendet werden.
  • Bei der Wasserfall-Begonie fließen die vielen Blüten spielerisch nach unten, die Pflanze ist überhängend. Daher eignet sie sich am besten für hochstehende Kästen, aber auch für Blumenampeln. Die Begonie ist genügsam und wächst auch an einem schattigen Plätzchen.
  • Diese Blumen können extrem große Blüten ausbilden. Sie sind farbenprächtig und begeistern das Auge mit ihren Blütenformen voller Fantasie. Dabei lieben sie Halbschatten, wo sie zahlreiche Blüten entwickeln.

blüte-blumenWenn es einmal Schnittblumen sein sollen, weil man der lieben Freundin oder einem Verwandten eine Freude machen möchte, dann kann man sich an den Gärtner seines Vertrauens wenden oder aber im Internet bestellen. Hier gibt es wunderbare Gestecke und Blumenstraußkreationen. Die Auswahl ist riesig und wenn einmal nichts dabei ist, kann man sich häufig auch seinen eigenen Straus zusammenstellen. Dabei gibt es auch Tipps, wie die Blumen möglichst lange frisch bleiben. In vielen Blumenläden gibt es ein Pulver, das man ins Blumenwasser gibt, damit die Frische der Blumen erhalten bleibt. Ein weiterer Tipp ist: neu anschneiden, etwas Zucker ins lauwarme Wasser (ausgenommen sind Tulpen und Narzissen, diese mögen es etwas kühler), evtl. auch diejenigen Blätter entfernen, die sich in der Vase unter Wasser befinden. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden. Insbesondere Blumen wie Gerbera werden schneller welk, wenn das Wasser nicht sauber ist.  Und: Man sollte nur saubere und gut ausgespülte Vasen verwenden, die man über Nacht in einen kühlen Raum gestellt hat. Wenn man eine Mischung aus schleimenden und nicht-schleimenden Blumen in eine Vase geben möchte, muss man die schleimenden Blumen wie folgt vorbehandeln: Erst einmal müssen sie in einer extra Vase anschleimen und dürfen erst danach in die gemeinsame Vase umziehen. Auch mögen Schnittblumen kein Obst, vor allem Äpfel sondern ein Reifegas ab, das das Verwelken beschleunigt.